
Philadelphia 1898
- New York 1976
Alexander Calder entscheidet sich, aufgewachsen in künstlerischem Milieu, für eine Ausbildung zum Ingenieur, die er 1919 mit einem Diplom abschließt. 1923 tritt Calder der New Yorker Art Students League bei, wo er Zeichenunterricht nimmt. Der Künstler arbeitet als Pressezeichner bei der National Police Gazette. Calders Beschäftigung mit dem Zirkus beginnt 1925. Fasziniert von dieser Welt erkennt Calder, dass er hier sein Motiv und Thema gefunden hat. Es entstehen Zeichnungen, die der Maler 1926 zusammen mit Gemälden in seiner ersten Ausstellung (The Artists Gallery, New York) zeigt. Rasch geht Calder dazu über, seine Zeichnungen in Drahtplastiken zu verwandeln und tut damit den entscheidenden Schritt, der für seine weitere künstlerische Entwicklung notwendig ist. Alexander Calder tritt 1927 mit Tieren aus Eisendraht und Flaschenkorken an die Öffentlichkeit und macht mit diesen mechanischen Spielzeugen, aus denen sich allmählich ein kompletter Miniaturzirkus entwickelt, Furore. Der Künstler geht 1930 nach Paris, wo sich Marcel Duchamp und Hans Arp aufhalten. Duchamp gibt den motorgetriebenen Skulpturen Alexander Calders den Namen 'Mobiles', Arp prägt den Begriff 'Stabiles' für die bewegungslosen Objekte. Calder lässt sich 1934 in den USA nieder. Neben zahlreichen Mobiles und Stabiles entstehen Ende der 30er Jahre auch monumentale Plastiken aus schweren Metallplatten. Die erste von vielen Nachkriegsreisen nach Frankreich, wo er sich 1954 erneut niederlässt, erfolgt 1946. Eine Retrospektive im New Yorker Guggenheim Museum und im Musée National d'Art Moderne in Paris, findet 1964/65 statt. Daneben kreiert Calder immer wieder Bühnenbilder, vor allem für Pariser Theater. Der Künstler erhält zahlreiche Preise u.a. den Großen Preis der Biennale Venedig für Plastik oder den Carnegie-Preis in Pittsburgh.